JW Dorfer-Pauschenwein: "Tag der staatlichen Umverteilung" ist Weckruf für mehr Fairness im Steuer- und Abgabensystem

Junge Wirtschaft der WKÖ fordert eine faire und ausgewogene Belastung für Österreichs Jungunternehmer:innen

Person mit kurzen dunklen Haaren blickt erwartungsvoll auf ein ausgeleertes Sparschwein während Münzen auf dem Tisch liegen
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Der 28. Juni markiert in Österreich den "Tag der staatlichen Umverteilung", an dem Nettozahler:innen bis zu diesem Datum ausschließlich "für den Staat" arbeiten. Dies geht aus einer neuen Studie des Thinktanks EcoAustria hervor. Rund 1,7 Millionen Haushalte, was etwa 42 Prozent entspricht, sind Nettozahler, während 2,4 Millionen Haushalte Nettoempfänger sind.

„Die Studie verdeutlicht, dass der österreichische Wohlfahrtsstaat zunehmend von einer immer kleiner werdenden Minderheit finanziert wird“, erklärt Bettina Dorfer-Pauschenwein, Bundesvorsitzende der Jungen Wirtschaft (JW) in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Besonders bemerkenswert aus Sicht der Jungen Wirtschaft ist dabei der Unterschied zwischen unselbstständig Beschäftigten und Unternehmern: Während 30 Prozent der Unselbstständigen mehr einzahlen als sie erhalten, liegt dieser Anteil bei den Selbstständigen bei 50 Prozent. „Dies zeigt deutlich, dass wir Jungunternehmer:innen im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung einen überproportional hohen Beitrag zur Finanzierung der staatlichen Aufgaben leisten", betont Dorfer-Pauschenwein. Im Durchschnitt müssen alle Nettozahler:innen 49 Prozent ihres Bruttoeinkommens an den öffentlichen Haushalt abgeben, was den 28. Juni zum "Tag der staatlichen Umverteilung" macht.

Die Junge Wirtschaft fordert einen gerechten Beitrag aller Bevölkerungsgruppen und mehr Generationengerechtigkeit, um die staatlichen Strukturen nachhaltig abzusichern. „Der Tag der staatlichen Umverteilung ist ein Weckruf, um über die soziale Treffsicherheit unseres Wohlfahrtsstaates nachzudenken. Die immer kleiner werdende Gruppe der Nettozahler, darunter viele Jungunternehmer:innen müssen steuerlich entlastet werden", fordert JW-Bundesgeschäftsführer Lukas Sprenger.

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